Das Training mit aufmerksamkeitsgestörten
Kindern ist ein Behandlungsprogramm für Kinder mit
Defiziten beim genauen und planvollen Arbeiten. Es wurde
2002 von den Hochschulprofessoren Lauth
[1] und Schlottke [2] entwickelt und mittlerweile
mehrmals überarbeitet und evaluiert.
Das Basistraining und das
Strategietraining können nacheinander
oder –je nach Fähigkeit des Kindes- einzeln unabhängig
voneinander durchgeführt werden. Die Inhalte der einzelnen
Therapiestunden sind sehr genau ausgearbeitet, so dass die
Kinder bis zum Ende des Trainings bereits erste Automatisierungsprozesse
durchlaufen haben und das Wissen gleichermaßen an
Kinder wie Eltern weitergegeben wurde. Somit ist die Weiterführung
der erarbeiteten Vorgehensweisen Zuhause gewährleistet.
Weiterhin finden sich in dem Programm Therapiebausteine
zur Information der Eltern. Thematisch geht es an diesen Terminen
um
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Interventionen zur Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion
- Vermittlung sozialer Kompetenzen an die Kinder
- Hinweise zur Zusammenarbeit mit Ärzten und Lehrer
Basistraining
Das Basistraining besteht
aus insgesamt 13 Trainingseinheiten, welche die sogenannten
Basisfertigkeiten trainieren:
Diese Trainingsbausteine sind insbesondere für jüngere
Kinder (erste bis vierte Klasse) geeignet, müssen jedoch
nur von denjenigen bearbeitet werden, bei denen die Diagnostik
in diesem Bereich Defizite ergab. Im Rahmen der Trainingseinheiten
werden Bildbeschreibungen durchgeführt, Geräusche
identifiziert und Inhalte aus vorgelesenen Geschichten wiedergegeben.
Weiterhin sollen die Kinder in den Trainingseinheiten durch
den Einsatz einer „Stopp-Signal-Karte“ lernen,
Lösungen zu überprüfen und dadurch ihren impulsiven
Arbeitsstil langfristig durch planvolles Vorgehen zu ersetzen.
Später wird die Signalkarte durch verbale Selbstanweisungen
ersetzt.
Strategietraining
Im Strategietraining sollen die Kinder lernen
-
sich zu Beginn einer Aufgabe die relevanten
Ziele zu vergegenwärtigen
-
ihr Verhalten im Voraus zu planen
-
bessere Verhaltensperformance zu erzielen,
durch
-
Anwendung von Selbstinstruktionen
-
Anwendung allgemeiner Lösungsstrategien
-
Ablenkungen und Frustrationen zu vermeiden
durch:
-
Einsatz von Selbstanweisungen
Das Strategietraining ist für 8 bis 12-jährige
Kinder geeignet und besteht aus insgesamt 15 Trainingseinheiten.
Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Wir laden Sie gerne zu einem Informationsgespräch ein
oder klären offen Fragen telefonisch. Außerdem
schicken wir Ihnen gerne unsere Flyer zu.
[1] Professor Peter Schlottke
lehrt und forscht an der Eberhard-Karls-Universität
Tübingen mit dem Schwerpunkt Klinische und Pädagogische
Psychologie. Am Psychologischen Institut leitet er den Arbeitsbereich
Kinder und Jugendliche. Forschungsgebiete Schlottkes sind
Psychobiologische Grundlagen der Aufmerksamkeitsstörungen,
ihre Diagnose und Therapie sowie die soziale Kompetenz der
Kinder.
[2] Prof. Dr. Gerhard W. Lauth ist Inhaber
eines Lehrstuhles an der Heilpädagogische Fakultät
der Universität Köln. Weiterhin betraut er das
Seminar für Heilpädagogische Psychologie an der
Heilpädagogisch-Rehabilitationswissenschaftlichen Fakultät.
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